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Kartellamt droht Bankinstituten wegen teurer Geldautomaten-Gebühren mit Verfahren
Geschrieben von: Daniela   

Nachdem das Bundeskartellamt bereits im letzten Sommer mit Verfahren gegen zu hohe Gebühren für das Geldabheben an Automaten von fremden Banken gedroht hat, haben sich die Kosten deutlich nach unten entwickelt. Zufrieden ist Behörde für Wettbewerb mit einigen Anbietern aber noch nicht. Aus diesem Grund werden nun rechtliche Schritte in Erwägung gezogen. Vor allem die Geldautomaten auf dem Land sind schwarze Schafe, denn auch wenn diese Banken hier hohe Gebühren verlangen, können die Verbraucher nur selten ausweichen, weil dadurch längere Anfahrten in Kauf genommen werden müssten.

Wer also Geld abheben möchte, muss die teuren Gebühren hinnehmen. In den Städten hingegen hatte die Drohung des vergangenen Jahres Folgen, denn hier sanken die Kosten durchschnittlich um die Hälfte. Beispielsweise forderte die Sparkasse Anhalt-Bitterfeld zuvor zehn Euro, nun sind es 4,95 Euro. Am günstigsten sind die Mitglieder der Cash Group, zu der viele Privatbanken wie die Postbank und die Deutsche Bank gehören. Sie berechnen ihren Kunden bundesweit nur 1,95 Euro. Bei seinen nächsten Schritten will das Bundeskartellamt diesen Wert als Orientierung nutzen, um die Gebühren bundesweit weiter zu senken. Eine positive Neuerung, die im Januar diesen Jahres durchgesetzt wurde, ist das Anzeigen der Gebühr vor dem Abbuchen eines Betrags über den Automaten einer fremden Bank.

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